Zuverlässiges und kostengünstiges Speichern von wachsenden Datenmengen. Mitte 1980er wurden einzelne große, teure Laufwerke sogenannte SLEDs in Rechenzentren benutzt.
Die Leistung von Festplatten konnte nicht mit dem Cpu Wachstum mithalten und somit standen die Rechenzentren vor einer E/A-Krise. SLEDs waren teuer und die Kosten stiegen linear mit jeder zusätzlichen SLED. Die Verfügbarkeit von SLEDs sank durch das mehr Spindeln, welches mehr Fehlerquellen bedeutete. Die Branche brauchte dringend einen Durchbruch im Speichern.
Ende 1987 stellten Forscher einen Klapptisch mit zehn 100 MB Conner CP-3100 PC-Laufwerken auf. Sie untersuchten ob die kostengünstigen PC-Festplatten die damals führende Mainframe-Arbeitsmaschine IBM 3380 übertreffen konnten. Ihre 1988 veröffentlichte Studie „A Case for Redundant Arrays of Inexpensive Disks (RAID)“ lieferte die Fakten. Eine Conner CP-3100 hatte 1000 MB Kapazität und hatte eine Speicherkapazität von 0,03 ft, während ein IBM 3380 AK4 eine Kapazität von 7500MB hatte aber eine Speicherkapazität von 24 ft, dass heißt man könnte in den 24 ft 800 Conner CP-3100 passen, dass wären 800.000 MB Kapazität.
Anschließend arbeiteten sie an einem RAID-Level-5-Array, welcher aus 100 dieser Conner-Laufwerke bestand. Das Ergebnis war ein fünfmal höherer I/O-Durchsatz, höher Leistung und Platzersparnis. Zudem auch die Reduzierung der Kosten pro Gigabyte um zwei Größenordnungen.
Das heißt ein Array im Wert von 11.000 Pfund übertraf einen SLED von 100.000 Pfund.
Redundant: Kopien der Information werden gespeichert, damit diese Informationen nicht beim Laufwerksausfall verloren gehen
Array: Viele physische Laufwerke. Der Manager weist den Laufwerks-/Sektorpositionen Host-Blocknummern zu, ordnet E/A-Vorgänge und koordiniert die Datenrettung
Independent: Standart-Festplatten fallen unabhängig voneinander aus und sind pro GB weitaus kostengünstiger als ein SLED. Der RAID-Controller gleicht zudem diese höhere Ausfallrate aus.
Disks: Das Schema war für rotierende Festplatten entwickelt, kann aber zudem auch auf SSDs und anderen Laufwerken angewendet werden.
I/O: Jede vom Host ausgegebene Lese- oder Schreibanforderung.
Block: Die atomare Einheit, die Festplatten speichern.
Daten werden auf mehreren Laufwerken verteilt, damit sie parallel arbeiten. Alle Lese-/Schreibköpfe arbeiten gleichzeitig auf den entsprechenden Festplatten, sodass mehr Daten in kürzerer Zeit verarbeitet werden können.
Spiegelung ist eine Technologie bei der dieselben Daten auf zwei verschiedenen Festplatten gespeichert werden, falls ein Laufwerk ausfällt, bleiben die Daten auf der intakten Festplatte vollständig erhalten.
Parität ist eine Methode zum Schutz gestripter Daten vor Festplattenausfällen. Anstatt alle Daten wie bei der Spiegelung zu duplizieren, werden Raid-Arrays eine zusätzliche Festplatte zur Speicherung der Parität, eine mathematische Zusammenfassung der Daten, mit der das System verlorene Informationen rekonstruieren kann.
Hardware RAID benutzt eine dedizierte Controllerkarte oder einen integrierten Chip, der unabhängig vom Hauptprozessor und Betriebssystem agiert. Dies führt zur einer höheren Zuverlässigkeit. Hardware RAID ist besonders effektiv bei der Verwaltung komplexer RAID-Konfigurationen. Zudem wird bei Hardware RAID der Hauptprozessor entlastet.
Software RAID wird durch das Betriebssystem gesteuert und benötigt keine zusätzliche Hardware. Die RAID-Funktionen laufen über die CPU und RAM, was diese Variante kostengünstig und flexibel macht. Software RAID ist ideal für den privaten Gebrauch.
Beide RAID-Implementierungen bieten unterschiedliche Vorteile im Bereich der Datensicherheit.
| RAID 0 | RAID 1 | RAID 5 | RAID 6 | RAID 10 | |
| Anzahl | 2 | 2 | 3 | 4 | 4 |
| Formel | n * C | n/2 * C | (n-1) * C | (n -2) * C | n/2 * C |
| Ausfallsicherheit | 0 | n - 1 | 1 | 2 | 1 |
| Schreib-/ Lesegeschwindigkeit | 2x / 2x | 1x / 2x | 2x / 2x | 2x / 2x | 2x / 4x |
| Typischer Einsatzzweck | Temporäre Daten, Gaming | Betriebssysteme mit kritischen Daten | Dateiserver, NAS | Enterprise-Speicher, große Arrays | Datenbanken, Hochleistungsserver |